Die frühesten Wallfahrer brachen bei der Kuratie in Veitshöchheim mit ihrem Wallfahrtsleiter Anton Müller bereits um 6.00 Uhr morgens auf. Sie machten sich auf den Weg Richtung Güntersleben und trafen dort die Prozession, die um 7:30 Uhr in Güntersleben gestartet war und von Pfarrer Bernd Steigerwald angeführt wurde. Noch etwas später waren die Thüngersheimer mit Gemeindereferent Ulrich Nottka losgegangen, nämlich um 8:45 Uhr. An der Schutzhütte beim "Michl" in den Weinbergen trafen die drei Gruppen zusammen und gingen ab hier gemeinsam auf ihr Ziel zu. Der Musikverein aus Güntersleben sorgte wieder für die musikalische Begleitung mit der eine Wallfahrt gleich viel schöner ist. Das diesjährige Motto der Wallfahrt war "Maria macht Mut zum Leben". Angelehnt war dieses an den Katholikentag, dessen Motto "Hab Mut - steh auf!" geworben hatte. Maria eine starke Frau die mit viel Mut und Liebe Jesus auf seinem Lebensweg durch Höhen und Tiefen begleitet hat. In Retzbach feierte Wallfahrtspfarrer Thomas Wollbeck mit uns den Gottesdienst. Gastprediger war Diakon Manfred Müller, der aus Retzbach stammt und jetzt in Hammelburg tätig ist, das Evangelium von den Wallfahrern im Weinberg auslegte. Dabei ging er auf die Erfahrungen von Bischof Franz bei der diesjährigen Weinlese ein, der nach getaner Arbeit gesagt hatte, dass er jetzt den Ärger der Tagelöhner, die 8 Stunden gearbeitet hatten und genauso viel bekamen wie die, die nur eine Stunde gearbeitet hatten, gut verstehen konnte. Diakon Müller blickte auf die Lebensbedingungen der Menschen zur Zeit Jesu und zeigte auf, dass die Sichtweise Jesus, eine andere war, wie die seiner Mitmenschen. Die Gerechtigkeit Gottes ist anders als die menschliche Sichtweise. Am Ende haben alle gleichen Anteil am Reich Gottes.
Nach dem Gottesdienst bestand die Möglichkeit zur Einkehr in das Monsignore-Postler-Haus, wo sich die Wallfahrer stärken konnten. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr wieder viele Wallfahrer mitgehen. Vielen Dank an alle die migelaufen sind und alle die eine tragende Rolle während der Wallfahrt hatten. Danke an die Mesner und die, die die Fahnen und Lautsprecher wieder nach Hause gebracht haben.
Ulrich Nottka



















